Das Wichtigste in Kürze

Mein Konzept

Ziel der IME (das heißt der interkulturellen Musikeriehung im Unterricht an allgemeinbildenden Schulen) ist die selbstbestimmte und sozial verantwortete Lebensfähigkeit im multikulturellen Deutschland. Mit "multikulturell" bezeichnen wir (wie es Geißler bereits tat) den Zustand der BRD, nicht ein Idealbild oder ein Schreckgespenst. Ein Mittel dies nicht-musikspezifische Ziel zu ereichen ist die erfahrungsorientierte Aneignung jener Musik, die nicht "selbstverständlich", die also experimentell, anstößig, fremdartig, schwierig oder schlicht unbekannt ist. Dies impliziert zwingend die Auseinandersetzung mit den jeweiligen kulturellen Kontexten, denen Musik bzw. musikalische Praxis entstammt.

Kurzfassung meines Vorgehens im Unterricht("erweiterter Schnittstellenansatz"):

  1. Einstieg/Einfühlung "archetypisch" mit einer "Basiserfahrung", also nicht kulturspezifisch.
  2. "Analoge" Erarbeitung einer Situation, in der Musik gemacht oder mit Musik umgegangen wird (z.B. durch szenisches Spiel), also nicht blindes Musizieren mit einer sich anschließenden "Aufarbeitung".
  3. Reflexion des Rollenspielcharakters der analogen Erarbeitung mittels zusätzlicher Information, also keine Täuschung über die kulturelle Distanz und keine Exotik.
  4. Motivation zur "digitalen" Weiterentwicklung und inhaltlichen Erweiterung des Bisherigen durch "professionelle Stimulation".
  5. Übungs- und Arbeitsphase mit dem Ziel eines optimierten und selbstbestimmten Nachspielens "im Schutz der Rolle".
  6. Entweder erneute Reflexion (Punkt 3) oder Abschlussveröffentlichung (kann eine Aufführung sein, kann aber auch andere Formen annehmen, z.B. multimediale)..